Manuelle Therapie nach Maitland



Der Patient steht mit seinem Problem im Denken und Handeln des Therapeuten im Mittelpunkt. Die verschiedensten Aspekte des Patienten, die für das Entstehen, Aufrechterhalten und Lösen des Problems relevant scheinen, wie z.B. Arbeitssituation, sportliche Aktivitäten oder das Stadium der Erkrankung, werden miteinbezogen.

Die Ziele der Behandlung eines Menschen mit einem neuro-muskulo-skelettalen Problem richten sich nach dem funktionellen Alltag des Patienten und können pauschal in drei Gruppen unterteilt werden:

  1. Schmerzlinderung ist das Primärziel bei sehr stark, von Schmerzen eingeschränkten Bewegungen. Dies ist überwiegend bei akuten, verletzungsbedingten oder entzündlichen Zuständen der Fall. Die ganz feinen passiven Zusatzbewegungen werden absolut schmerzfrei durchgeführt.
  2. Normalisieren der dysfunktionellen neuro-muskulo-skelettalen Einzelkomponenten: Mobilisieren der eingeschränkten Gelenk- oder nervalen Beweglichkeit, dehnen von Muskeln, Kraft-, Ausdauer -oder Koordinationstraining von Muskeln, bzw. das Verbessern der zentralen oder peripheren Nervenleitfähigkeit.
  3. Das funktionelle Integrieren dieser Verbesserungen in alltäglichen bzw. sportlichen Bewegungs- und Haltungsmustern stellt die dritte Therapiezielgruppe dar: funktionelle Rehabilitation unter Berücksichtigung aller beitragenden psycho-sozialen Faktoren.

Im Maitland- Konzept werden zur Behandlung primär genau lokalisierte und genau dosierte passive oszillierende Bewegungen durchgeführt. Darüberhinaus weitere passive bzw aktive Therapiemaßnahmen, auch spezifische individuelle Selbstübungen.