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KRANKHEITSBILDER

FUSS

Schiefstand der Grosszehe

 

Definition

Veranlagung und Fehlbelastung führen zum X-Schiefstand der Grosszehe mit Ballenbildung.

Das Problem

  • Am Anfang steht meist ein scheinbar harmloser (Knick-) Spreizfuss

  • Instabile Verankerung des 1. Mittelfussknochens

  • Die langen Sehnen ziehen die Grosszehe in den Schiefstand
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Aktive Übungen zur stabilen Verankerung des 1. Mittelfussknochens

  • Fersenlot, Beinachsentraining, Aktivierung der tiefen Hüftaussenroller

  • Gezielter Kraftaufbau der Vorfuss- und Grosszehenmuskulatur

Operation Ja oder Nein?

 

Therapie

Funktionelle Therapien werden präventiv eingesetzt, sie vermögen in vielen Fällen die Progression zu stoppen [eigene Erfahrungen]. Die Linderung von Beschwerden mittels Einlagen und Orthesen ist wissenschaftlich belegt.

 

Operation

Die Stellungskorrektur der Grosszehe ist der häufigste operative Eingriff am Fuss und gehört – zusammen mit Hüfte, Knie und Wirbelsäule – zu den häufig durchgeführten Eingriffen. Der Nutzen operativer Eingriffe ist wissenschaftlich gut belegt. Gute Gründe für einen operativen Eingriff sind die Kombination von erheblicher Deformität, chronischen Beschwerden und erfolgloser konservativer Therapie. Deformitäten ohne Beschwerden – speziell im höheren Alter – werden bevorzugt konservativ behandelt. Operationen aus kosmetischen Gründen sind Ermessenssache.

 

Tipp

Funktionelle Therapie möglichst frühzeitig beginnen. Operation nur durch ausgewiesene Fusschirurgen.

Arthrose im Grosszeh Grundgelenk

 

Definition

Die Arthrose im Grosszehgrundgelenk führt zu Schmerz und Steifigkeit speziell beim Abrollen.

Das Problem

  • Mikrotraumatisierung z.B. durch Ballsport, Tanz oder hohe Absätze

  • Veranlagung – beispielsweise ein kurzer 1. Mittelfussknochen

  • Chronische Fehl- und Überbelastung der Grosszehe in Alltag, Beruf und Freizeit
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Schuhe mit steifen Sohlen zur Entlastung des Grosszeh Grundgelenks

  • Belastungsfreie Mobilisierung zum Erhalt der Beweglichkeit

  • Gezielter Kraftaufbau der Vorfuss- und Grosszeh Muskulatur


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Gelenkmobilisierung, gezielte Muskelkräftigung, exzentrische Wadendehnung und Gangschule – kombiniert mit physikalischen Massnahmen wie warmen Bäder, Ultraschall oder Elektrostimulation – vermögen die Beschwerden zu reduzieren. Spritzen ins Gelenk sind schmerzhaft und ohne nachhaltigen Nutzen. Die Schmerzreduktion durch «Schuhe/Einlagen mit steifen Sohlen zur mechanischen Entlastung» [Wanderschuh-Effekt] hat sich in der klinischen Praxis etabliert, vermag aber die Beweglichkeit nicht zu verbessern.

Operation
Der künstliche Gelenkersatz und Sehnen-Interpositionsplastiken im Grosszeh-Grundgelenk hat sich bisher nicht bewährt – zu wenig Benefit, zu viele Komplikationen. Die Gelenkversteifung gilt bis heute als fusschirurgischer Goldstandard in der Behandlung des fortgeschrittenen Hallux rigidus. Die Cheilektomie - die operative Abtragung gelenksnaher Überbeine – verbessert die Beweglichkeit und reduziert die Beschwerden, allerdings meist nur kurzfristig und zu oft mit Komplikationen verbunden.

Tipp
Steifer Schuhsohlen, exzentrische Wadendehnung, sanfte Gelenkmobilisierung und anti-entzündliche Ernährung kombinieren! Wenn Operation – dann ist die Versteifung oft die beste Wahl.

Hinten überstreckt, vorne gekrallt

 

Definition

Zehenfehlstellung mit Überstreckung der Grundgelenke und fixierter Beugefehlstellung der Zehen selbst. Unterschieden werden Krallenzehen (fixierte Beugestellung in beiden Zehengelenken) und Hammerzehen (fixierte Beugestellung nur des Zehenendglieds).

Das Problem

  • Spreizfüsse – die Vorfüsse werden breit und breiter; das muskuläre Quergewölbe kollabiert

  • Überstreckung der Zehengrundgelenke mit Schrumpfung der (dorsalen) Gelenkkapsel 

  • Zunehmende Krallenzehenbildung, zu Beginn flexibel, mit der Zeit steif und unbeweglich.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Aktivierung der Vorfussmuskulatur, Wiederaufbau des muskulären Quergewölbes

  • Gezielte Beuge-Mobilisierung der Zehengrundgelenke und Streckung der Zehen selbst

  • Wiederherstellung der ursprünglichen Zehenfunktion: Stützen statt krallen!


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Krallenzehen & Co beginnen mit einer reversiblen Fehlstellung: Überstreckung der Grundgelenke, Krallenbildung der Zehe selbst. Die frühzeitige Funktionstherapie erzielt gute Ergebnisse. Mit Beginn der strukturellen Fixierung solcher Krallenzehen wird die Therapie zunehmend schwierig. Reisst die Gelenkkapselfusssohlenseitig ein und stellt sich eine Zehe senkrecht auf – ist es für eine funktionelle Therapie definitiv zu spät. Einlagen und Zehen-Orthesen haben im klinischen Alltag einen festen Platz, sie sorgen für optimale Druckverteilung und helfen, Fehlkontakten zu vermeiden.

Operation
Die Zehen werden mit Skalpell und Spickdrähten begradigt, was meist mit einer Entfernung oder einer Versteifung der Zehen-Zwischengelenke verbunden ist. Beiden Verfahren zeigen vergleichbare Ergebnisse.

Tipp
Beginnen Sie mit der gezielten und aktiven Funktionstherapie frühzeitig – bevor die Zehen in Ihrer Krallen-Fehlstellung einsteifen.

 
 
 
 

Drucküberlastung der Zehengrundgelenke

 

Definition

Der Begriff «Metatarsalgie» ist ein Sammelbegriff für Vorfussschmerzen im Bereich der Zehengrundgelenke – unabhängig von der Ursache. Die drei häufigsten Ursachen sind: Erstens die mechanische Drucküberlastung der Zehengrundgelenke; Zweitens die Irritation der zwischen den Knochen verlaufenden Nerven; und drittens eine Entzündungen der Zehengrundgelenke.

Das Problem

  • Verlust des muskelgefederten und stossdämpfenden Vorfussquergewölbes

  • Die Köpfchen der Mittelfussknochen prallen Schritt für Schritt hart auf den Boden

  • Verkürzte Wadenmuskeln führen zu verstärkter und zu verlängerter Belastung der Vorfüsse.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Gezielte Aktivierung der Vorfussmuskulatur als körpereigener «Stossdämpfer»

  • Abrollen über die Grosszehe, exzentrisches Wadentraining und Beinachsentraining

  • Vorübergehend und ergänzend sinnvoll sind Einlagen und Schuhversorgung


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Rechtzeitig eingesetzt, vermögen funktionelle Therapien die Progression zu stoppen (eigene Erfahrungen). Die Linderung der Vorfussschmerzen mittels Einlagen und Orthesen ist wissenschaftlich gut belegt.

Operation
Der Nutzen operativer Eingriffe ist wissenschaftlich gut belegt. Durch die operative Stellungskorrektur der Grosszehe werden die Belastungsverhältnisse normalisiert. Situativ kommen Gelenkversteifung, Gelenkentfernung und Weichteilchirurgie dazu. Die Indikation für einen operativen Eingriff bei Vorliegen chronischen Beschwerden, erheblicher Deformität und erfolgloser konservativer Therapie. Deformitäten ohne Beschwerden – speziell im höheren Alter – werden bevorzugt konservativ behandelt. Operationen aus kosmetische Gründen sind Ermessenssache.

Tipp
Funktionelle Therapie möglichst frühzeitig beginnen. Operation nur durch ausgewiesene Fusschirurgen.

 

Morton Neurom

Nervenverdickung zwischen den Zehen

 

Definition

Schmerzhafte Verdickung des Nervs zwischen der 2.-3. oder der 3.-4. Zehe. Typisch sind schwer vorhersagbare, einschiessend-giftige Vorfussschmerz beim Gehen. Oftmals sind mehrere Nerven betroffen.

Das Problem

  • Spreizfuss und Fehlbelastung führen zur chronisch-mechanischen Irritation des Nervs

  • Der Nerv reagiert mit bindegewebiger Umwandlung und zwiebelschalenartige Verdickung

  • Verkürzte Waden und vorzeitiges Fersen-heben beim Gehen verstärken den mechanischen Stress.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Passive Mobilisation des Vorfusses, Platzschaffung zwischen den Mittelfussknochen

  • Aufbau des Vorfuss-Quergewölbes, exzentrisches Training der Wadenmuskulatur

  • Die Kortisonspritze ist diagnostisch sinnvoll, wirkt therapeutisch aber meist nur vorübergehend.


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapien werden präventiv eingesetzt, sie vermögen bei kleineren Neuromen 4-7 Millimetern die Progression zu stoppen [eigene Erfahrungen]. Die Behandlung verkürzter Wadenmuskeln und fehlender Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk sind – wie bei allen Vorfussschmerzen – zentral. Die vorübergehende Linderung der Beschwerden mittels Kortison Infiltration ist Bestandteil der klinischen Praxis. Alternativ werden derzeit Capsicain Infiltrationen, Radiofrequenztherapie und Schockwellen getestet. Der Nutzen von  Einlagen ist wissenschaftlich nicht belegt.

Operation
Das Neurom wird freigelegt und rausgeschnitten, beziehungsweise wird der Nerv verlagert. Bezüglich Narbenbildung und Endresultat besteht kein signifikanter Unterschied ob der Operationszugang von oben oder von unten erfolgt. Insgesamt gibt es noch zu wenig klinische Studien um den Nutzen eines operativen Eingriffs sauber zu belegen.

Tipp
Funktionelle Therapie bei kleinen Neuromen mit 4-7 Millimeter Durchmesser; Operation bei grossen Neuromen über 10 Millimeter. Diagnostische Infiltration vor jeder Operation. Die Radiofrequenztherapie hat Potenzial.

 

Fersensporn |

Fasziitis plantaris

Entzündete Fusssohlen-Sehnenplatte (Fasziitis plantaris)

 

Definition

Die Fasziitis plantaris ist eine schmerzhaft entzündliche Verdickung der Fusssohlen-Sehnenplatte. Durch die chronisch-verkalkende Ansatzentzündung dieser Sehnenplatte am Fersenknochen kommt es zum berühmten Fersensporn. Der Fersensporn selbst ist meist schmerzlos, zeugt aber von durchgemachten Entzündungen.

Das Problem

  • Flache Böden, Bewegungsmangel und Fehlbelastung führen zu Elastizitätsverlust und Entzündung

  • Verkürzungen von Wade und Achillessehne erhöhen den mechanischen Stress auf die Sehnenplatte

  • Die chronisch-verkalkende Ansatzentzündung führt zum Fersensporn.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Faszien-Stretching und exzentrisches Muskeltraining der Fusssohle und der Wadenmuskulatur

  • Fuss- und Beinachsentraining – speziell Anti-Knickfussübungen

  • Weichpolsterung und lokale Druckentlastung durch Einlagen und Schuhversorgung
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapien & Faszientraining erhalten die Elastizität der Muskeln, Sehnen und Faszien. Präventiv eingesetzt, vermögen sie in vielen Fällen das Auftreten von Schmerzen zu verhindern beziehungsweise die Progression zu stoppen [eigene Erfahrungen]. Zu den First-Line Therapie Empfehlungen gehören weiche und druckverteilende Einlagen. Der Nutzen von Kortison Infiltrationen und niedrig-energetischer Stosswellen ist ebenfalls erwiesen. Untersucht wurden zudem Akupunktur, Laser-Therapie und Radio-Strahlentherapie.

Operation
Fersensporn & Co werden nur selten operiert. Die Studienlage ist dürftig. Operativ wird der Sehnenansatz aufgefrischt, der Fersenkochen angebohrt und der eingeklemmte Baxter Nerv freigelegt.

Tipp
Für Menschen, die zu Sehnenansatz-Entzündungen an Ellbogen, Schulter, Hüfte, Knie oder Fuss neigen, gilt ab dem 40. Lebensjahr: Körper langsam an neue Belastung gewöhnen sowie Fehlbelastungen erkennen und verändern. Superweiche Schuhsohlen / Einlagen sind ein «Muss» - wir empfehlen die superweichen Kyboot Schuhe. Unser Favorit für die passive Behandlung ist die Rhythmus Matrix Therapie.

 

Knickfuss

Ferse aus dem Lot

 

Definition

Die Ferse kippt nach innen (Pronation) oder nach aussen (Supination). Beim Joggen dominiert das Kippen nach innen (Hyperpronation), bei Misstritten das Wegkippen nach aussen (Supination).

Das Problem

  • Knickfüsse im Kleinkindsalter sind normal. Später zementieren Verkürzungen von Wade und Achillessehne die Fehlstellung

  • Flache Böden, falsche Schuhe und Fehlbelastung verstärken das Problem 

  • Im Erwachsenenalter ist der Knickfuss Ausgangspunkt zahlreicher Fussprobleme.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Lotrechte Ausrichtung der Ferse – im Sitzen und im Stehen

  • Dynamische Stabilisierung der Fersen – beim Gehen und beim Joggen

  • Einlagen und Schuhversorgung bei starker Fehlstellung oder intensiver Beanspruchung
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapien im Kindes- und im Jugendalter sowie Erfahrungen aus der Tanzmedizin zeigen: Kindliche Knickfüsse lassen sich durch ein gezieltes Training/Therapie zuverlässig korrigieren. Einlagen haben sich als wirksam in der Behandlung kindliche Fussschmerzen erwiesen, der Nutzen bezüglich Stellungskorrektur kindlicher Knickfüsse wird kontrovers diskutiert. Ähnliches gilt für Erwachsene: Studien zur funktionellen Therapie gibt es keine, Einlagen sind effektiv bei Fussschmerzen, weniger bei Plattfuss-Fehlstellung.

Operation
Die operative Korrektur eines isolierten Knickfusses steht so gut wie nie zur Diskussion. Operative Eingriffe erfolgen meist im Kontext komplexer Fussdeformitäten wie Knick-Plattfüssen. Bei Kindern stehen Stellschrauben und Sehnendurchtrennung zur Anwendung. Beim erworbenen Knick-Plattfuss des Erwachsenen stehen die Sehnenplastik der gerissenen Tibialis-Posterior-Sehne und die Umstellungsoperation des Fersenknochens zur Diskussion.

Tipp
Knickfüsse im Kindesalter und im Erwachsenalter durch funktionelle Therapie frühzeitig angehen. Situativ gezielte Unterstützung durch Einlagen.

 

Senk-Plattfuss

Ungenügender Gewölbeaufbau

 

Definition

Beim Senkfuss ist das Fusslängsgewölbe abgeflacht, beim Plattfuss ist es ganz angehoben.

Das Problem

  • Senkfüsse im Kleinkindsalter sind normal. Verkürzte Waden tragen zur Fixierung der Fehlstellung bei

  • Flache Böden, falsche Schuhe und Fehlbelastung zementieren die Fehlstellung im Jugend- und Erwachsenenalter

  • Sonderfall: Hinter dem plötzlich auftretenden Senkplattfuss des Erwachsenen – dem M. tibialis posterior – steckt meist eine gerissene Tibialis posterior Sehne.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Ausrichtung der Ferse ins Lot – im Sitzen und Stehen, beim Gehen und Laufen

  • Aktive Verschraubung des Fusslängsgewölbe, funktionelle Stabilisierung der Keilbeine

  • Situativ gezielte Einlagen und Schuhversorgung
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapien werden präventiv und therapeutisch eingesetzt, sie vermögen in vielen Fällen ein normales Fussgewölbe aufzubauen [eigene Erfahrungen].
Einlagen haben sich als wirksam in der Behandlung kindliche Fussschmerzen erwiesen, der Nutzen bezüglich Stellungskorrektur kindlicher Plattfüsse wird kontrovers diskutiert. Ähnliches gilt für Erwachsene: Studien zur funktionellen Therapie gibt es keine, Einlagen sind effektiv bei Fussschmerzen, weniger bei Plattfuss-Fehlstellung.


Operation
Die operative Korrektur von Senk- und Plattfüssen steht – in jedem Alter – nur bei schwerer Deformität und erfolgloser konservativer Therapie zur Diskussion. Durch unterschiedliche operative Verfahren wird versucht, ein belastungsstabiles Fusslängsgewölbe zu erreichen: In der Gewölbekuppel, seitlich am Fuss oder hinten an der Ferse.
Ein Sonderfall ist der plötzlich erworbene Knick-Plattfuss des Erwachsenen: Ist die Sehnen überlastet und entzündet, kommen Aktivübungen und Einlagen zum Einsatz. Ist die Tibialis-Posterior-Sehne gerissen, ist die operative Rekonstruktion der Sehne und situativ die Verschiebung des Fersenknochens die Therapie der Wahl.


Tipp
Knick-Senk-Plattfüsse im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter frühzeitig mit Aktivübungen und Einlagen behandeln. Operation bei nur bei schweren therapieresistenten Deformierungen sowie bei gerissener Tibialis posterior Sehne.

 

Hohlfuss

Gewölbe-Hochbau ohne Grenzen

 

Definition

Das Fusslängsgewölbe ist überhöht, der Fussabdruck zweigeteilt, die Ferse entweder nach aussen (echter Hohlfuss) oder nach innen (Pseudohohlfuss) gekippt.

Das Problem

  • Echte Hohlfüsse sind oft mit neurologischen Erkrankungen vergesellschaftet z.B. Spastik oder Polio

  • Echte Hohlfüsse sind im Zunehmen begriffen; Stress bis ins Kindesalter wird als Ursache diskutiert

  • Das überhöhte Fussgewölbe geht mit einer verstärkten spiraligen Verschraubung im Fuss einher.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Der Fuss als Ganzes wird „entschraubt“ und mittels Wellenbewegungen in die Länge mobilisiert

  • Gleichzeitig wird die verspannte und verkürzte Fusssohlenmuskulatur gezielt entspannt

  • Beim Gehen werden eine weiche Gangart und ein weich-elastisches Aufsetzen geübt.
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapien werden möglichst frühzeitig eingesetzt, sie vermögen in vielen Fällen das Fussgewölbe zumindest teilweise zu normalisieren [eigene Erfahrungen]. Bei stark beanspruchten Füssen wie z.B. klassischen Ballett oder Bühnentanz ist der Hohlfuss aufgrund seiner Rigidität ein schwer zu lösendes Problem. Einlagen nach Mass haben sich als wirksam in der Behandlung des Hohlfusses im Alltag erwiesen – sie vermögen die Schmerzen zu reduzieren und die Funktion zu verbessern. Konfektionierter Einlagen und Bo-Tox Infiltrationen sind ohne Nutzen. Ein Sonderfall ist der Klumpfuss: Früher regelmässig operiert wird er heute weltweit erfolgreich mittels Gipsbehandlung nach Ponseti konservativ behandelt.

Operation
Die operative Stellungskorrektur von Hohlfüssen wird heute selten ausgeführt, es stehen verschiedenen Verfahren zur Verfügung.

Tipp
Funktionelle Therapie möglichst frühzeitig beginnen. Klumpfüsse nach Ponseti behandeln. Operationen möglichst vermeiden – ausgenommen bei irregulären Knochenbrücken (so genannte Coalitio) zwischen einzelnen Fusswurzelknochen.

 

Achillodynie

Schmerz, Schwellung, Sehnenschaden

 

Definition

Achillessehnenschmerzen durch Verkürzung, Entzündung, Überlastung und Abnützung.

Das Problem

  • Unterforderung durch einen bewegungsarmen Alltag und ewig flache Böden

  • Überlastung durch verspannt-verkürzte Wadenmuskulatur, Sport und Übergewicht

  • Fehlbelastung durch Knickfüsse, O-X-Beine; Reizung durch Überbeine und Knochensporne.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Fuss- und Beinachsentraining; Anti-Hyperpronationstraining speziell beim Knickfuss

  • Exzentrische Kräftigung der Wade; beim Gehen auf späte Fersenablösung vom Boden achten

  • Massnahmen zur lokalen Durchblutungsförderung der Achillessehne.
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Schmerzen und Entzündungen im Bereich der Achillessehne sind im Sport und im Alter überaus häufig und werden grundsätzlich konservativ angegangen: Passives Stretching und exzentrische Belastung gelangen am häufigsten zur Anwendung wobei sich das Dehnen unter Belastung als wirksamer erwiesen hat, wobei das optimale Training immer noch kontrovers diskutiert wird. Weitere Massnahmen sind vorübergehende Schonung, Entlastung durch Fersenkeil, lokale Kälte, entzündungshemmende Pflaster, Stosswellentherapie. Kortison-Infiltrationen in die Achillessehne führen zum Absterben von Sehnengewebe und gelten als Kunstfehler. Versuchsweise und ohne wissenschaftlich nachgewiesenen Nutzen werden lokal Platelet-rich Plasma (PRP)  und Dextrose (Prolotherapy) infiltriert. Nitroglyzerin Pflaster zur Durchblutungsförderung, Ultraschall gestütztes Dry-Needling und niederfrequente Lasertherapie befinden sich im experimentellen Stadium. In schweren Fällen hat sich die Radiotherapie als wirksam erwiesen..

Operation
Das Spektrum der operativen Möglichkeiten ist breit und reicht vom Wegkratzen neugebildeter Gefässe, minimal invasiven arthroskopischen Eingriffen, über das Entfernen abgestorbenen Sehnenmaterials und entzündeter Schleimbeutel bis hin zur Verstärkung der gerissenen Achillessehne durch gesundes Sehnenmaterials.

Tipp
Muskeln brauchen 3 Monate, Sehnen 6 Monate bis sie auftrainiert sind. Diese Regel wird oft missachtet. Dehnen unter Belastung ist die Therapie der Wahl. Bei chronischem Verlauf gilt es auszuprobieren, was hilft – ausgenommen Kortison Infiltration. Für die Entscheidung Operation Ja oder Nein braucht es ein MRI zur Beurteilung, wieviel Prozent des Sehnenquerschnitts noch intakt sind.

 

Tibialis-posterior-Syndrom

Sehnenschädigung am Fuss-Innenknöchel

 

Definition

Schmerzhafte Entzündung und Schädigung der Sehne des hinteren Schienbeinmuskels am Fuss-Innenknöchel – von der einfachen Sehnenscheiden Entzündung bis zum Komplett-Riss der Sehne.

Das Problem

  • Am Anfang steht oft ein scheinbar harmloser da beschwerdefreier Knickfuss

  • Durch chronische Fehlbelastung und sportliche Überlastung kommt es im Verlauf der Jahre zu Entzündung und schleichender Schädigung der Tibialis-Posterior-Sehne

  • Reisst die Sehne, kommt es zum «plötzlichen Plattfuss» – das Fussgewölbe kollabiert innert Monaten.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Prävention: Ausrichtung der Ferse ins Lot – im Stehen, Gehen, Laufen und im Sport

  • Gezielte Entlastung der Tibialis-posterior-Sehne durch Aktivierung der tiefen Hüftaussenroller

  • Spiraldynamik®-Bort-Bandage; Einlagen und Schuhversorgung; Operation bei gerissener Sehne.
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapien bestehend aus Dehnung und Kräftigung kombiniert mit Einlagen stellen die Therapie der Wahl. Die Aktivierung der tiefen Hüftmuskeln ist ein zentraler Bestandteil der funktionellen Therapie [eigene Erfahrungen]. Als weitere Massnahmen gelangen zur Anwendung: Niederfrequente Lasertherapie und Entzündungshemmer. Naheliegend ist der Versuch, das Einknicken der Ferse mittels Anti-Pronation-Taping zu verhindern.

Operation
Die operative Stellungskorrektur richtet sich nach dem Ausmass des Problems. Unterschieden werden: Grad I bedeutet Sehnenscheidenentzündung bei erhaltender normaler Länge der Sehnen; eine Operation ist nicht indiziert. Grad II: Die Sehne hat sich verlängert oder ist (teil-)I gerissen, der daraus resultierende Plattfuss ist noch flexibel; Operativ wird die Sehne rekonstruiert und der Fersenknochen nach innen verschoben. Grad III-IV: Der Plattfuss ist eingesteift – was nur noch mit einer Versteifung der Sprunggelenke korrigiert werden kann.

Tipp
Am Anfang steht meist ein harmloser Knickfuss, der funktionelle einfach korrigiert werden kann. Tanz und Ballsport erfordern eine einwandfreie Sprung- und Landetechnik. Bei Auftreten von Schmerzen am Innenknöchel sofort handeln, nicht warten.

 

Peroneallogen-Syndrom

Sehnenschädigung am Fuss-Aussenknöchel

 

Definition

Schmerzhafte Entzündung und Sehnenschädigung der Wadenbeinmuskeln am Fuss-Aussenknöchel.

Das Problem

  • Am Anfang steht oft ein harmloses Knicken des Fusses nach aussen – jahrelang ohne Beschwerden

  • Durch Fehlbelastung und häufige Misstritte kommt es zu Entzündung der Sehnenscheide und Schädigung der Sehne selbst

  • Durch Misstritte kann die Sehne hinten am Aussenknöchel aus ihrer Verankerung gerissen werden.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Prävention: Ausrichtung der Ferse ins Lot – im Stehen, Gehen, Laufen und im Sport

  • Gezielte Entlastung der Peronealsehnen durch konsequentes Abrollen über die Grosszeh

  • Spiraldynamik®-Bort-Bandage; Einlagen und Schuhversorgung.
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapien: Ein stabiler Bodenkontakt der Grosszehe während des Abrollens – sichergestellt durch Aktivierung der peronealen Muskulatur ist die wirksamste Massnahme gegen repetitive Mikrotraumatisierung und akute Verletzung (Supination-Misstritte) sowohl der Peronealsehnen wie auch der Sprunggelenksbänder. Die peroneale Insuffizienz muss vor Eintreten von Verletzung und Überlastung erkannt und auftrainiert werden – danach ist es wenig wirksam. Durch stabiles Schuhwerk können die Peronealsehnen vorübergehend und bedarfsgerecht ruhig gestellt werden. Gleiches gilt analog für das Anlegen von Tapes/Taping. Sehnenansatz-Entzündungen der kurzen Peronealsehne sind konservativ mittels Druckentlastung und Funktionstherapie gut behandeln. Hinter dem schmerzhaften Aussenknöchel verstecken sich oft (Sub-) Luxationen, Sehnenrisse, alte Verletzungen oder eine ungenügend ausgebildete Führungsrinne.

Operation
Für einen operativen Eingriff müssen der Zustand der Sehne, (Sub-) Luxation, alte Verletzungen, die habituelle Rückfussstellung sowie das Belastungsprofil sorgfältig abgewogen werden.

Tipp
Entscheidend ist die Prävention von Überlastung und Verletzung. Wenn Operation, dann diese mit einer gezielt-aktiven Funktionstherapie kombinieren. 

 

Mittelfuss-Arthrose

Verschleiss im Kuppelbau

 

Definition

Arthrose im Bereich des Mittelfusses. Betroffen ist die Gelenkreihe zwischen Mittelfussknochen und Keilbeinen (Lisfranc Arthrose) und/oder die Fusswurzel-Gelenke weiter hinten (Chopart Arthrose, talonavikuläre Arthrose).

Das Problem

  • Das Kugelgelenk zwischen Sprungbein und Kahnbein verliert seine natürliche Beweglichkeit

  • Labilisierung, erzwungene Beweglichkeit und Verschleiss im Bereich der Keilbein sind die Folgen

  • Mittelfussarthrosen nach Unfällen mit Knochenbrüchen und Bandverletzungen stellen eine Sonderkategorie dar.

 

Spiraldynamik® Therapie

  • Prävention: Ausrichtung der Ferse ins Lot – im Stehen, Gehen, Laufen und im Sport

  • Gezielte Entlastung der Peronealsehnen durch konsequentes Abrollen über die Grosszeh

  • Spiraldynamik®-Bort-Bandage; Einlagen und Schuhversorgung.
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapie kombiniert mit stabilem Schuhwerk und Einlagen stellt vermutlich den häufigsten Therapieansatz dar. Durch gezielte Stabilisierung mittels Funktionstherapie und 3-D Bandage können die Schmerzen reduziert aber nicht beseitigt werden [eigene Erfahrungen] – was sich mit den Therapieerfolgen der Literatur deckt. Massnahmen mit nachgewiesenem Nutzen: Regelmässiges Training und Gewichtsreduktion bei Übergewicht. Per Analogieschluss: Schuhsohlen mit Abrollhilfe und Thermalbäder wirken ebenfalls schmerzlindernd.

Operation
Die schwere Mittelfussarthrose betrifft meist die Fuss-Innenseite. Der potenzielle Nutzen von physikalischer Therapie, Einlagen, Kortison Infiltration auf der einen und Gelenkversteifung auf der andere Seite ist kaum erforscht. Bezüglich Mittelfussarthrose auf der Fuss-Aussenseite gibt es noch weniger Erfahrung. Nach Gelenkversteifungen im Mittelfussbereich kommt es häufig zu Anschluss-Arthrose in benachbarten Fussgelenken.

Tipp
Die schmerzhaften Fussgelenke mittels Funktionstherapie, Spiraldynamik®-Bort-Bandage und stabilem Schuhwerk ruhigstellen. Entzündungshemmer vor grösseren Belastungen.

 

Sprunggelenk-Arthrose

Abnutzung im oberen und unteren Sprunggelenk

 

Definition

Arthrose des oberen und/oder des unteren Sprunggelenks. In Folge kommt es zu Schmerz, Einschränkung der Beweglichkeit und Schrumpfen der Wadenmuskulatur.

Das Problem

  • Fehlbelastung durch Knickfüsse, O- und X-Beine oder durch Fehlrotation der Beinachse

  • Verkürzte Wadenmuskulatur, Verlust der Unterschenkel-Innenrotationsfähigkeit

  • Sonderkategorie: Arthrose durch Unfälle wie wiederholte Misstritte und Knöchelfrakturen
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Funktionelles Beinachsentraining inklusive Rotation

  • Exzentrische Kräftigung der Wadenmuskulatur

  • Situativ Einlagen- und Schuhversorgung
     


Operation Ja oder Nein?

Therapie
Funktionelle Therapien zum Erhalt von Gelenkbeweglichkeit und Muskelkraft stehen im Vordergrund – ergänzt durch Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Hyaloron-Infiltration.

Operation
Weniger bekannt aber situativ einen Versuch wert ist die Distraktion des Sprunggelenks. Der Gelenkersatz mittels Sprunggelenk-Prothese hat nicht die erhofften Ergebnisse gebracht – zu viele Komplikationen, die zu einer Zweitoperation mit Gelenkversteifung geführt haben. Es wird sich zeigen, neue Prothese besserer Ergebnisse bringe. Oftmals bleibt bei schweren Verlaufsformen nur die Versteifung des/der Sprunggelenke. Ob es dabei zu vermehrtem Verschleiss anderer Gelenke kommt wird derzeit kontrovers diskutiert.

Tipp
Funktionelle Therapiemöglichkeit möglichst frühzeitig, konsequent und bis zum Schluss ausschöpfen. Entzündungshemmer vor grösseren Belastungen. 

 

Misstritt Sprunggelenk

Gezerrt, gerissen und ausgeleiert

 

Definition

Bänderzerrung oder Bänderriss durch Verkippung (Supination) im oberen Sprunggelenk.

Das Problem

  • Das Sprunggelenk ist aufgrund seiner Anatomie beim Abstossen verletzungsanfällig

  • Die kräftige Wadenmuskulatur dreht die Ferse beim Abstossen zusätzlich nach aussen

  • Unebenheiten des Bodens und Trainingsmangel erhöhen das Unfallrisiko
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Korrektes Abrollen über die Grosszehe stabilisiert und sichert das Sprunggelenk

  • Entscheidend dabei ist das reflexschnelle Anspringen des langen Wadenbeinmuskel

  • Situativ kommen Taping & Bandagen hinzu. Bei Bänderriss 6 Wochen Ruhigstellung!


Für noch mehr Informationen besuchen Sie die Spiraldynamik Homepage

Nonntaler Hauptstrasse 55

5020 Salzburg

0662 - 83 14 15

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