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STARKE KNIE

Das Knie kann nichts dafür! Es muss ausbaden, was von den Füssen und Hüften an Fehlbelastung kommt.

Dafür ist es raffiniert gewappnet – kluger Gebrauch vorausgesetzt: Oberschenkel dreht nach aussen, Unterschenkel nach innen. So kann der innere Meniskus drehen, der Äussere gleiten und die Kreuzbänder das Knie von innen stabilisieren.

Eine Umkehr der Beinspirale mit nach innen schielenden Kniescheiben und nach aussen zeigenden Fussspitzen greift Sehnenansätze, Seitenband, Meniski und schliesslich den Knorpel an.

Spiraldynamik® hilft Ihren Füssen wieder auf die Sprünge.

KRANKHEITSBILDER

KNIE

Kein Halt im Kniegelenk

 

Definition

Zerrung oder Riss des vorderen Kreuzbandes im Inneren des Kniegelenks

Das Problem

  • Kontrollierte Fussstellung und kräftige Hüft-Bein-Muskeln sichern das Kniegelenk

  • X-Bein-Stellung mit Innenrotation macht das gebeugte Knie verletzungsanfällig

  • Ungewohnte Belastung und Trainingsmangel führen zu Überlastung und Bänderriss
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Aktivierung der tiefen Hüftaussenrotatoren und der Vorfusspronation

  • Gezieltes Training der Oberschenkelmuskulatur speziell Sartorius-Muskel

  • Reaktives Training zur Steigerung der muskulären Reaktionsgeschwindigkeit

 

Tipp

Bei hoher Beanspruchung des Kniegelenks z.B. durch (Leistungs-) Sport oder Kampfsport am besten gleich operieren. Die Ligamys® Technik ist vielversprechend. In allen anderen Fällen und im Alter zunächst konservativ behandeln – die Möglichkeit für eine spätere Bandrekonstruktion bleibt intakt. Der funktionellen Rehabilitation kommt eine entscheidende Bedeutung zu.

Schmerz, Schwellung, Gelenkblockade

 

Definition

Verschleiss und Rissbildung der knorpligen Menisken im Kniegelenk durch Alterungsprozesse oder durch Unfälle.

Das Problem

  • Fehlrotation im Kniegelenk stresst die Menisken, speziell auf der Innenseite

  • X- und O-Beinfehlstellung belasten das Gelenk und die Menisken zusätzlich

  • Trainingsmangel und Kraftdefizite der Beinmuskulatur verschlimmern die Situation
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Aktive Muskelkontrolle der funktionellen Drehrichtungen beim gebeugten Kniegelenk

  • Fuss- und Beinachsentraining: Anti-Hyperpronation im Fuss und Aussenroller-Aktivierung der Hüfte

  • Stabilisierung und Kräftigung der gesamten Beinstrecker-Muskelkette


Tipp:

Meniskusläsionen haben eine hohe Selbstheilungsrate. Viele Menschen haben Meniskusrissen ohne dies zu wissen! Mit anderen Worten: Schmerzen im Kniegelenk und Meniskusriss im MRI bedeutet noch nicht, dass es der Meniskusriss ist, der schmerzt. Die operative Teil-Entfernung des Meniskus ist sinnvoll, wenn umgeschlagenes knorpelhartes Meniskusmaterial den gesunden Gelenkknorpel kaputt reibt. Oder wenn das Gelenk nicht zur Ruhe kommt, wenn es wiederholt zu Gelenkblockierung, Schmerz und Schwellung kommt.

 
 
 

Wenn die Kniescheibe raus springt…

 

Definition

Die Kniescheibe springt teilweise (Instabilität, Subluxation) oder ganz (Luxation) aus ihrer Führungsrinne meist seitlich raus.

Das Problem

  • Rotationsfehlstellung im Kniegelenk führen zu asymmetrischem Zug der Oberschenkelmuskulatur

  • Eine flache Kniescheibe (Jägerhut) oder eine flache Führungsrinne (Trochleadysplasie)

  • Verletzungen der innenseitigen Haltebänder führen zu wiederholten Luxationen der Kniescheibe
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Fuss- und Beinachsentraining mit Doppelfokus Fussstellung plus Hüftaussenrotation

  • Aktive Innenrotation des gebeugten Kniegelenks, Vermeiden  jeglicher Fehlrotation

  • Selektive Kräftigung des Vastus-medialis-Muskels und des Sartoriusmuskels



Tipp:

Der Erfolg des Spiraldynamik® Beinachsentrainings stellt sich nach wenigen Therapieeinheiten ein, sofern das Problem funktionell behandelbar ist. Bei chronischen Kniebeschwerden im Kindesalter mit schwereren Fehlform von Kniescheibe und Führungsrinne ermöglicht nur die Operation eine  Wiederherstellung anatomisch normaler Verhältnisse. Gleiches gilt bei traumatischen Verletzungen im Erwachsenenalter – beispielsweise der Haltebänder (MPFL) auf der Knie-Innenseite.

 

Alles über Fussachsen; Kneeing-In & Out

 

Definition

Bei O-Beinen liegt das Knie ausserhalb, bei X-Beine innerhalb der Lot Linie zwischen Hüftgelenkszentrum und Sprunggelenksmitte.

Das Problem

  • Veranlagung und chronische Fehlbelastung sind die entscheidenden Risikofaktoren

  • Einwärtsdrehung im Knie – das Kneeing-In – verstärkt die X-Beinfehlstellung. Die Aussenkippung der Ferse verstärkt O-Beine

  • X-Beine entsprechen meist einem Zuwenig und O-Beine einem Zuviel an spiraliger Verschraubung
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Sicherstellung der anatomischen Drehrichtungen im Bein, Transfer in den Alltag

  • Bei X-Beinen mehr spiralige Verschraubung im Bein; bei O-Beinen meist weniger

  • Bei X-Beinen liegt der Fokus auf der Hüftaussenrotation, bei O-Beinen auf der Vorfusspronation



Tipp:

O-X-Beine stellen eine Dauerbelastung für die Kniegelenke dar. Mit Abstand am effektivsten ist die Wachstumslenkung am vor Pubertätsende – die Epiphysiodese gehört zu den elegantesten und nachhaltigsten Operationen der (Kinder-) Orthopädie. Im Erwachsenenalter ist es essentiell, einer Progression der Fehlstellung durch chronisch einseitige Belastung im gewohnten Muster entgegenzuwirken. Steht eine Knochen-Umstellungsoperation zur Diskussion, darf der Zeitpunkt nicht zu spät sein, die Vor- und Nachteile gegenüber einer Teilprothese müssen individuell evaluiert werden.

 

Patella-Arthrose

Fehlform und Fehlbelastung

 

Definition

Arthrose im Kniegelenk

Das Problem

  • X-Beinstellung, nach innen schielende Knie und Knickfüsse belasten die Kniescheiben Rück- und Aussenseite

  • Eine verkürzte Quadrizepsmuskulatur erhöht zudem den Anpressdruck der Kniescheibe

  • Formvarianten von Kniescheibe und Führungsrinne siehe Patellaluxation
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Fuss- und Beinachsentraining mit Fokus Fuss-Stellung und aktive Hüftrotation

  • Knochen-Führungsrinne und Quadrizeps-Muskelzug werden optimal aufeinander abgestimmt

  • Exzentrische Kräftigung und Verlängerung der Oberschenkelmuskulatur.



Tipp:

Mittels Fuss- & Fersenstellung, gezielte Aktivierung der kleinen Hüftrotatoren und exzentrisches Training des Quadrizepsmuskels können Verkantung und Fehlbelastung der Kniescheibe zuverlässig angegangen werden – ein «Spiraldynamik® Klassiker». 

 

Kniegelenk-Arthrose

Der Schmerz zwingt in die Knie

 

Definition

Arthrose im Kniegelenk. Leitsymptome sind (Anlauf-) Schmerz, eingeschränkte Beweglichkeit und reduzierte Belastbarkeit.

Das Problem

  • O- bzw. X-Beinfehlstellungen belasten das Kniegelenk auf der Innen- bzw. Aussenseite

  • Es kommt zum einseitigen Knorpelverschleiss. Fehlrotationen belasten das Knie zusätzlich

  • Sonderfall: Knochenbrüche mit Kniegelenkbeteiligung führen regelmässig zu Früharthrosen
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Weichteiltechniken, Massnahmen zur Abschwellung und Schmerzreduktion

  • Belastung noch intakter Knorpelzonen durch optimale Lastverteilung im Knie

  • Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur mit Transfer in den Alltag


Tipp:

Prävention ist bekanntlich die beste Therapie. Im Falle der Kniearthrose: Vermeidung von Übergewicht und Vermeidung schwerer Knieverletzungen – die öfter vermeidbar sind als gedacht. Die Indikation für ein künstliches Kniegelenk wird individuell gestellt – in Abhängigkeit von Schmerz, Einschränkung, Lebensqualität, Alter, körperlicher Verfassung und individuellen Leistungsansprüchen an die Kniegelenke. Während die Totalprothese meist als Fremdkörper empfunden wird, bleibt die Teilprothese gefühlt das «eigene Knie». Die Knie-Teilprothese ist aber schwieriger einzusetzen und darf nicht zu spät erfolgen.

 

Pes-Anserinus

Sehnenansatzentzündung Knie-Innenseite

 

Definition

Der Sehnenansatz an der Innenseite des Kniegelenks erinnert an ein Gänsefüsschen (Lateinisch: Pes anserinus). Drei Muskeln setzten hier an: M. gracilis, M. sartorius, M. semitendinosus. Die Entzündung dieses Sehnenansatzes und des dort befindlichen Schleimbeutels wird als Pes-anserinus-Syndrom bezeichnet.

Das Problem

  • Die Sehnenansatzentzündung an der Innenseite des Kniegelenks entsteht durch Fehlbelastung

  • Auswärtsgedrehte Knickfüsse und innenrotierte Hüften eine Umkehr der funktionellen Beinspirale

  • Rotationsinstabilität der Beinachsen führt zu repetitivem mechanischem Stress am Pes anserinus
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Lokale Massnahmen zur Behandlung von Schmerz, Entzündung und Muskelverspannung

  • Sicherstellung der funktionellen Drehrichtungen im Kniegelenk (Hüft- und Fussmuskulatur)

  • Gezieltes Training der Rotationsstabilität im Kniegelenk


Tipp:

Spiraldynamik® Beinachsentraining, lokale Entzündungshemmer plus Kinesiotape wirken zuverlässig und schnell.

 

Jumpers-Knie

Sehnenansatzentzündung Knie-Vorderseite

 

Definition

Schmerzhafte Sehnenansatzentzündung am Kniescheibenband (Ligamentum patellae) – am unteren Pol der Kniescheibe. Hinweis: Davon abzugrenzen sind die Ansatzbeschwerden den Kniescheibenbandes an der Tibia Vorderkante, oftmals mit einem lokalen Überbein einhergehend (Os Good Schlatter Krankheit).

Das Problem

  • Überlastung des Quadriceps-Muskels z.B. durch Lauf- & Ballsport, Trainingsmangel

  • Verkürzungen Quadrizeps-Muskel z.B. muskelverkürzende Sportarten, fehlende Dehnung

  • Rotationsfehlstellung im Kniegelenk (Q-Winkel), asymmetrischer Zug auf Patellarsehne
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Fuss- und Beinachsentraining, speziell Fussachsen und Hüftgelenk-Aussenrotation

  • Weichteiltechniken; Dehnung des Oberschenkelmuskels (exzentrisch) unter Last

  • Beckenaufrichtung, Funktionstraining Vastus-medialis-Muskel, Transfer in Sprunglandungen


Tipp:

Muskeln brauchen 3 Monate, bis sie auftrainiert sind. Sehnen brauchen 6 Monate. Deshalb gilt: Go slow to go far! Verkürzungen und asymmetrischen Zug der Quadrizeps Muskulatur frühzeitig erkennen und funktionell angehen.

 

Läuferknie

Sehnenansatzentzündung Knie-Aussenseite

 

Definition

Schmerzhafte Sehnenansatzentzündung an der Aussenseite des Kniegelenks (M Iliotibialis). Synonyme: Joggers knee; distales iliotibiales Bandsyndrom. Hinweis: Der Iliotibialis-Muskel reicht vom Beckenkamm bis zur Knieaussenseite und kann am oberen wie am unteren Ende zu Sehnenansatzentzündungen führen.

Das Problem

  • Verkürzung und Schwäche der Hüftmuskeln (Abduktoren) führen zu repetitivem Stress am Knie

  • Hinzu kommen fehlende Beckenstabilität (Trendelenburg), ungünstige Lauftechnik und falsches Timing

  • Kneeing-In und Rotationsinstabilität im Knie verschärfen das Problem.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Gezieltes Training zur funktionellen Stabilisierung des Beckens und der Beinachsen

  • Optimierung der 3-D Beckenbewegung während der Standbeinphase

  • Lokale Massnahmen zur Behandlung von Schmerz, Entzündung und Verspannung


Tipp:

Erstens: Ungewohnte Belastung (z.B. Terrainwechsel im Laufsport) dosiert angehen, den Körper daran gewöhnen. Zweitens: M. iliotibialis dehnen und exzentrisch belasten. Drittens: Faszienrolle. Viertens, bei chronischem Verlauf: Der Bewegungsablauf im Becken muss stimmen.