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STARKE SCHULTERN

Schulterblatt und Schultergelenk zusammen bilden das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers – Voraussetzung für freies Handeln.

Schultergelenke lieben die 3-D Bewegungsfreiheit in alle Richtungen. Bei nach vorne gezogenen Schultern kippt das Schulterblatt vom Brustkorb weg, im Schultergelenk werden Sehnen und Schleimbeutel geknautscht. Kraft, Dynamik und Leichtigkeit sind dahin, Schmerzen programmiert. Starke Schultern sind entspannt und beweglich, das Gelenk selbst bleibt selbst bei Über-Kopf-Bewegungen zentriert. Spiraldynamik® zeigt Ihnen, wie «Kraft ohne Anstrengung» funktioniert. 

 

Spiraldynamik® Therapie

In der Therapie an den Spiraldynamik® Med Centern lernen Sie Bewegungsabläufe um Fehlbelastungen zu vermeiden und/ oder rückgängig zu machen. Ergänzt wird das Angebot durch Tageskurse und Trainingsgruppen.

KRANKHEITSBILDER

SCHULTER

Verspannung statt Spannbreite 

Definition

«Verspannte Schultern» ist ein Sammelbegriff für Verspannungsempfindungen im Schulter-Nackenbereich. Am häufigsten betreffen die Muskelverspannungen den Kapuzenmuskel (M. trapezius) und den Schulterblattheber (M. levator scapulae), die Verkürzungen betreffen den kleinen Brustmuskel (M. pectoralis minor) und den vorderen Sägemuskel (M. serratus anterior). Selten liegen andere Ursachen vor wie Störungen im Schultergelenk selbst oder Probleme der Halswirbelsäule mit Schmerzausstrahlung in die Schulter. Manchmal kann es durch die Verkürzungen des kleinen Brustmuskels zur Beengung der Gefäss- und Nervenleitungen in den Arm kommen (Thoracic Outlet Syndrom). 

Das Problem

  • Die gesamte Schulter rollt nach vorne und oben, der kleine Brustmuskel verkürzt sich
       

  • Das Schulterblatt rutscht mit nach vorne, liegt nun seitlich am Brustkorb statt hinten am Rücken
       

  • Durch das «Nach-vorne-Rollen» der Schulter kommt es zu Dezentrierung im Schultergelenk selbst.

 

Spiraldynamik® Therapie

  • Der verkürzte Brustmuskel (M pectoralis minor) wird gelöst, die Schulter rollt zurück nach hinten
       

  • Das Schulterblatt dreht und gleitet hinten am Rücken in die Breite – nicht zur Wirbelsäule hin
       

  • Der Humerus sinkt im Schultergelenk nach unten in die Breite – was das Schultergelenk zentriert.

Tipp

«Zuerst die Länge, dann die Breite». Auf einem Rundrücken finden die flachen Schulterblätter keinen Halt und rutschen immer wieder nach vorne. Deshalb gilt es zunächst die Wirbelsäule in die Länge aufzurichten und dann erst, die Schultern in die Breite zu entspannen. 

Engelsflügel ohne Bodenhaftung

 

Definition

«Engelsflügelchen» sind ein weit verbreitetes Phänomen.  Beim Geräteturnen oder bei Stützhaltungen im Yoga werden die Engelsflügelchen funktionell zum Problem, besitzen aber aus medizinischer Sicht keinen Krankheitswert. Ein echter Krankheitswert besteht erstens beim Vorliegen einer Deformierung des Brustkorbs wie zum Beispiel einem Rundrücken, einer Skoliose oder einer Kielbrust. Und zweitens beim Abstehen des Schulterblatt-Innenrandes aufgrund einer echten Lähmung mit Unmöglichkeit den Arm über die Horizontale hinaus hochzuheben – sei es durch eine Unfall oder Kraftsport bedingte Nervenverletzung (N. thoracicus longus), durch eine Nervenentzündung (Schulteramyotrophie), durch eine Missbildung (faszioskapulohumerale Dystrophie) oder durch schwere Muskelerkrankungen (Muskeldystrophie, spinale Muskelatrophie) .

Das Problem

  • Das fehlende muskuläre Zusammenspiel von Säge- und Trapezmuskel verleiht Engelsflügelchen
       

  • Ein verkürzter Sägemuskel zieht das Schulterblatt seitlich und auf Dauer nach vorne, der Schulterblatt Innenrand steht ab. Rundrücken, vorverlagerte

 

  • Schultern und Brustkorb Verformungen verschärfen das Problem.
        Bei einer echten Lähmung gilt es die Ursache herauszufinden.

 

Spiraldynamik® Therapie

  • Eine aufgerichtete Wirbelsäule und ein breiter oberer Rücken bieten den Schulterblättern eine gute Kontakt- und Auflagefläche
       

  • Der Sägemuskel stabilisiert die Position, der Trapezmuskel sorgt für flächiges Aufliegen des Schulterblattes
       

  • Spezielle Arm-über-Kopf-Übungen helfen, Koordination und Kraft gezielt zu trainieren.


Tipp

Für die meisten Bewegungen des Alltags spielen Engelsflügelchen eine untergeordnete Rolle. Nicht so bei hoher Stützbelastung der Arme oder wenn es um körpersprachlichen Ausdruck geht wie beispielsweise im Tango. Hier lohnt es sich, die dreidimensionale Koordination der Schulter genau wahrnehmen und ausführen zu lernen.  

 
 
 

Der Brandstifter ist nicht immer dort wo es brennt

Definition

Der Schulterschiefstand ist ein Symptom mit hundert verschiedenen Ursachen – Skoliose, Haltungsasymmetrie, hochgezogene Schulter, Hängeschulter bei Lähmungen – um nur ein paar Beispiele zu nennen.  Die Therapie richtet sich nach der Ursache. 

Das Problem

  • Muskuläre Dysbalancen mit hochgezogener oder hängender Schulter stellen ein Symptom dar
       

  • Typischerweise entstehen der Schulterschiefstand durch Rumpfasymmetrien im Rahmen einer Skoliose, eines Beckenschiefstandes oder durch Schmerzvermeidung und einseitige Gewohnheiten
       

  • Seltene Ursachen sind echte (Halbseiten-) Lähmung, Missbildungen oder Unfallfolgen.

Spiraldynamik® Therapie

  • Die Therapie erfolgt in  Abhängigkeit zur Ursache. Zunächst wird die Rumpfsymmetrie verbessert

  • Wichtig ist die Diagonalspannung – die volle Rumpf-Entfaltung vom Beckenkamm hinten-unten bis zur 1. Rippe vorne-oben

  • Im zweiten Schritt werden muskuläre Dysbalancen im Schultergürtel gezielt angegangen.

Tipp

Meist in nicht die eine Schulter zu hoch, sondern die andere Schulter zu tief. Die diagonale Entfaltung des Brustkorbs in der Bewegung und beim Atem ist in vielen Fällen der Schlüssel zum Erfolg.

 

«Eingeklemmtes» vom Schultergelenk

Definition

Beim «Impingement» klemmt’s im Schultergelenk, weil es zu wenig Platz zwischen Schultereck oben und Kugelkopf unten. Ein mechanisches Problem. Streng genommen ist das «Impingement» ein Symptomkomplex – und keine ursachenbezogene Diagnose. Allen Varianten gemeinsam ist ein mechanisches Platzproblem zwischen Gelenkkopf des Oberarmknochens (Humeruskopf) und Schultereck (Akromion). Hier können Schleimbeutel und Sehnen – allen voran die Supraspinatussehne oder die lange Bizepssehne – eingeengt und maltraitiert werden – ja sogar verkalken. Wichtig ist das Erkennen eines unfallbedingten Impingements mit Verletzung Rotatorenmanschette – dem Einreissen der Schultergelenkkapsel und gelenknaher Sehnen.
Bei allen nicht-traumatischen Impingements gilt es zwischen funktionellen und strukturellen Ursachen zu unterscheiden: Ein strukturelles Impingement liegt vor, wenn sich beispielsweise ein Knochensporn gebildet hat, der meist von oben ins Gelenk hineinragt und die Gelenkmechanik im Schultergelenk stört. Von einem funktionellen Impingement ist die Rede wenn beispielsweise eine vorverlagerte Schulter, eine Kapselschrumpfung oder eine muskuläres Ungleichgewicht zum mechanischen Konflikt zwischen Kugelkopf und Schultereck führen.
Synonym: Subakromiales Schmerzsyndrom.

Das Problem

  • Wegbereitend sind Rundrücken, vorverlagerte Schultern und ständiges Hochziehen der Schulter
       

  • Der Kopf des Oberarms rutscht im Gelenk nach vorne-oben und beengt Sehnen und Schleimbeutel
       

  • Der mechanische Konflikt führt zu Schleimbeutelentzündung, Sehnenruptur und Verkalkung.

 

Spiraldynamik® Therapie

  • Die Therapie fokussiert auf die funktionelle Zentrierung des Schultergelenks im Alltag
       

  • Schlüsselelement:  Der Humeruskopf bleibt hinten-unten während sich die Hand nach vorne oder nach oben bewegt
       

  • Dies bedingt ein exaktes Zusammenspiel aller Muskeln von Schultergelenk und Schultergürtel.
     

Tipp   

Die meisten Menschen reagieren erst, wenn es im Schultergelenk schmerzt. Vorbeugen ist einfacher: Das Erlernen des gelenkzentrierenden Gebrauchs der eigenen Schulter gehört unseres Erachtens zum Bewegungsalphabet des menschlichen Körpers. Idealerweise machen Sie sich damit vertraut, bevor ihre Schulter in den schmerzhaften Ausstand tritt. Wichtigster Punkt: Wenn sich die Hand im Alltag nach vorne bewegt, bleibt die Schulter entspannt hinten.  
 

 

Frozen Shoulder

Die Schultersteife schmerzt und dauert

Definition

Bei der Frozen Shoulder – der Schultersteife – handelt es sich um eine schwere Entzündung des Schultergelenks – genau genommen der Gelenkkapsel. Diese ist entzündlich verdickt und bei jeder Bewegung schmerzhaft. Im weiteren Verlauf schrumpft und verklebt die Gelenkkapsel, was die massive Bewegungseinschränkung in alle Richtungen erklärt. Die Ursache ist unbekannt. Mechanische Irritation durch Unfall, Operation und ein Schulter-Impingement ist oftmals der Auslöser. 

Das Problem

  • Typische Auslöser sind Impingement, Arthrose, Unfall oder Kalkablagerungen in der Schulter
       

  • Die Frozen Shoulder durchläuft drei Phasen: Schmerz, Beweglichkeitseinschränkung, Erholung
       

  • Sanfte 3-D Mobilisierung mittels «Achter-Bewegungen» wirkt besser als klassische Pendelübungen.

 

Spiraldynamik® Therapie

  • Gelenkzentrierung im Alltag und anatomisch richtige Bewegungsabläufen wirken präventiv
       

  • 3-D Bewegungen helfen Verklebungen zu vermeiden und Beweglichkeit wieder zu optimieren
       

  • Derzeit vermag keine Therapie den Verlauf abzukürzen, auch nicht die ««Spiraldynamik».


Tipp

Die Frozen Shoulder ist eine schwere und langwierige Entzündung des Schultergelenks, die innerhalb eines Jahres in aller Regel spontan abheilt. Ist die Frozen Shoulder einmal in Gang gekommen, gibt es derzeit keine Therapie, welche das Geschehen nachweislich abkürzt oder das Endergebnis verbessert. Sanfte Mobilisierung wird regelmässig empfohlen, dreidimensionale «Achter-Bewegungen» wirken besser als klassische Pendelübungen.

 

Schulterluxation

Ausgekugelt statt ausgeklügelt

Definition

Wichtig für die Stabilität im Schultergelenk sind die Gelenkpfanne (Glenoid), die Gelenklippe (Limbus), die Gelenkkapsel, die das Gelenk umhüllende Sehnenkappe (Rotatorenmanschette) sowie die Summe aller Schultermuskeln. Es gibt Menschen, die ihre Schultergelenke ohne Beschwerden teilweise oder ganz auskugeln können – hier spricht man von Überbeweglichkeit (Hypermobilität).
Im Gegensatz zur Überbeweglichkeit bereitet die Schulterinstabilität Beschwerden. Die Instabilität ist typischerweise Folge einer oftmals unfallbedingten Schultergelenk Luxation. Es kann auch ohne Unfall – aufgrund von Veranlagung, laxen Bänder und exzessivem Training – zu Luxation und Instabilität kommen. Wichtig zu wissen ist, ob die Luxationen ein- oder mehrmalig aufgetreten sind. Luxation und Instabilität erfolgen meist nach vorne, selten nach hinten oder nach unten.

Das Problem

  • Durchgemachte Luxationen, aktuelle Beschwerden und künftige Ansprüche sind für die Therapie wegweisend

 

  • Überbeweglichkeit und Instabilität sind fast immer nach vorne gerichtet

 

  • Vorverlagerte Schultern, mangelhafte Schulterblatt-Stabilität und verkürzte Brustmuskulatur verschärfen das Problem

 

Spiraldynamik® Therapie

  • Vorverlagerte Schultern werden hinten am Rücken anatomisch richtig positioniert

 

  • Im zweiten Schritt folgt die aktive Stabilisierung des Schultergelenks: Oberarmkopf nach hinten-unten

 

  • Erfolgsentscheidend ist der anschliessende Transfer in den Alltag und die Freizeitaktivitäten.



Tipp

Bei der häufigsten Variante – der chronischen (Sub-) Luxation der Schultergelenks nach vorne mit mässigen Beschwerden – kann mittels aktiv-funktioneller Zentrierung im Alltag mitunter Erstaunliches erreicht werden.

Nonntaler Hauptstrasse 55

5020 Salzburg

0662 - 83 14 15

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