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BEWEGLICHER BRUSTKORB

Der Thorax ist Sitz von Herz und Lunge, zwei lebenswichtiger Organe, die in Leichtbauweise umhüllt sind.

Ein ausgeklügeltes Geflecht elastischer Rippen und schlanker Wirbel ermöglicht es dem Brustkorb frei zu atmen, während sich die Wirbelsäule abwechslungsweise nach links und nach rechts dreht. Die natürliche Atmung ist auf die Asymmetrie der Fortbewegung geeicht. Runder Rücken und starrer Brustkasten – ein verkanntes und unterschätztes Problem – verhindern eine freie Atmung und einen aufrechten Gang.

Verspannte Muskeln, Verschleiss und ein erhöhtes Osteoporose-Frakturrisiko sind programmiert.

Spiraldynamik® bedeutet «Wiederentdeckung von Aufrichtung und Beweglichkeit».

In der Therapie an den Spiraldynamik® Med Centern lernen Sie Bewegungsabläufe um Fehlbelastungen zu vermeiden und/ oder rückgängig zu machen. Ergänzt wird das Angebot durch Tageskurse und Trainingsgruppen.

KRANKHEITSBILDER

BRUSTKORB

Kopf hoch… und langsam rückwärts!

 

Definition

Der Begriff «Rundrücken» bezeichnet verstärkte Rundung der Brustwirbelsäule nach hinten (Hyperkyphose). Unterschieden werden die flexible Rundrücken-Haltung – die Brustwirbelsäule ist beweglich und kann sich aufrichten – und der fixierte echte Rundrücken. Die häufigste Ursache ist die Haltungsinsuffizienz. Im Verlauf der Jahr(zehnt)e entwickelt sich aus der gewohnheitsmässig schlechten Haltung schleichend ein fixierter Rundrücken. Veranlagung spielt eine Rolle z.B. beim vererblichen Scheuermann Rundrücken. Entzündlich-rheumatische Ursachen wie z.B. die Bechterew Krankheit sind selten.

Das Problem

  • Am Anfang steht eine scheinbar harmlose «Haltungsinsuffizienz» – die Rundrücken-Haltung
     

  • Mit den Jahr(zehnt)en folgt die Versteifung – plus Vorlagerung von Kopf und Schultern
     

  • Der Rundrücken selbst bereitet relativ wenig Beschwerden, leidtragend sind meist Nacken und Kreuz.

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Die Aufrichtung des Rundrückens beginnt mit der Neu-Positionierung des vorverlagerten Kopfes
       

  • Entscheidend für die Aufrichtung der Brustwirbelsäule ist die Kombination von Streck- und Drehbewegungen
       

  • Eine Aufrichtung ist nachweislich auch bei älteren Semestern 60 plus noch möglich.

Tipp

Die erprobte Behandlung des Rundrückens gehört zu den Schlüsselkompetenzen der Spiraldynamik® [über 10‘000 eigene Messungen] und ist selbst im fortgeschrittenen Alter noch möglich und sinnvoll. Mit der Aufrichtung einhergehen meist Schmerzreduktion in Hals- und Lendenwirbelsäule sowie ein Zuwachse der Körperlänge von 1-3 Zentimetern.

Allzu grad ist ungesund

 

Definition

Der Begriff «Flachrücken» ist ein Sammelbegriff für Abweichungen von der normalen Wirbelsäulen S-Form. Lumbaler Flachrücken: Die normale Wölbung der Lendenwirbelsäule nach vorne (Lordose) ist entweder abgeflacht (LWS Hypolordose) oder ins Gegenteil verkehrt (LWS Kyphose). Hochthorakaler Flachrücken: Die normale Wölbung der Brustwirbelsäule nach hinten (Kyphose) ist entweder abgeflacht (BWS Hypokyphose) oder ins Gegenteil verkehrt (BWS Lordose). Letztere ist oft vergesellschaftet mit einer Skoliose.

Das Problem

 

  • Ein flacher unterer Rücken ist ok, solange die Beuge- & Streckbeweglichkeit vorhanden ist
       

  • Erst der Flexibilitätsverlust macht aus einem beweglich-flachen Rücken einen «steifen Flachrücken» mit Krankheitswert
       

  • Die Umkehr der S-Form – Rundrücken statt Hohlkreuz– stellt ein ernst zu nehmendes Problem dar und schwierig zu behandeln.
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Beim Flachrücken ist der Erhalt der globalen 3-D Beweglichkeit wichtig, damit die Wirbelsäule unbewegliche Abschnitte ausgleichen kann
       

  • Die rückseitige Oberschenkelmuskulatur – oft verspannt und verkürzt – wird gezielt angegangen
       

  • Eine Umkehr der S-Form (LWS Kyphose) erfordert Massnahmen zum Schutz der Bandscheiben.
     

 

Tipp

 

  1. Ursachen wie osteoporotische Frakturen oder Spinalkanalstenose müssen identifiziert werden.

  2. Das Körperlot (Schwerkraftlinie) gehört auf die Fussmitte, nicht auf die Fersen.

  3. Je runder der Rundrücken oben, umso flacher das Hohlkreuz unten; so gesehen kommt der Aufrichtung der Oberkörpers Priorität zu.

  4. Globale Beweglichkeit der Wirbelsäule erhalten und ausbauen.

Mit der natürlichen Gegenspirale zurück ins Lot

 

Definition

Die Skoliose ist eine fixierte Seitverkrümmung der Wirbelsäule kombiniert mit fixierter Drehung. Seitwölbung (konvex) und Rotation sind gesetzmässig gekoppelt und erfolgen immer zur gleichen Seite hin. Bei der häufigsten Variante (thorakal rechts-konvexe Skoliose mit Rippenbuckel rechts und Lendenwulst links) ist die Brustwirbelsäule zur rechten Seite hin ausgelenkt und gleichzeitig nach rechts rotiert. Am häufigsten betroffen sind junge Mädchen bei beginnender Pubertät. Gemessen wird die Skoliose in Winkelgrad (nicht in Prozenten): 0-30° gelten als leichtgradig, 30-50° als mittelgradig, 50-90° als schwergradig. Meist bleibt die Ursache der Skoliose unbekannt. Die Skoliose kann während des Wachstums trotz guter Therapie zunehmen.

Das Problem

 

  • Beim aufrechten Gang verschraubt sich die Wirbelsäule abwechslungsweise nach links und rechts
       

  • Bei der Skoliose geht diese Links-rechts-Gleichwertigkeit verloren, die Verschraubung ist einseitig fixiert
       

  • Dieser Einseitigkeit kann und muss mit der natürlichen Gegenspirale im Alltag entgegengewirkt werden.
     

 

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Die Therapie findet dreidimensional in der Dynamik statt: beim Gehen, Laufen und auf der Treppe…
       

  • Verlängerung und Entschraubung im Wechselrhythmus – Schritt für Schritt
       

  • Schmerzhafte Muskelverspannungen werden gezielt und im funktionellen Kontext therapiert.
     

 

Tipp:

Die 3-D Therapie der Skoliose gehört zu den Kernkompetenzen der Spiraldynamik®. Das Primäre Ziel besteht darin, die Progression der Verkrümmung zu stoppen. Im weltweiten Schnitt werden Skoliosen ab 40-50° operiert, in der Deutschland ab 50°, in der Schweiz ab 40°.  

Zwischen-Rippen-Nervenschmerz

 

Definition

Interkostal bedeutet zwischen den Rippen, Neuralgie steht für Nervenschmerz. Bei der Interkostalneuralgie ist der Zwischenrippen-Nerv schmerzhaft gereizt. Der Nerv entspringt hinten links oder rechts direkt neben der Wirbelsäule und zieht den Rippen entlang nach vorne. Wird der Nerv (meist hinten im Bereich der Wirbel-Rippen-Gelenke) mechanisch gereizt, entsteht meist vorne-seitlich in der Brustwand ein starker Schmerz. Typisch für die Interkostalneuralgie ist die Abhängigkeit der Schmerzintensität von der Atmung: Beim Einatmen nimmt der Schmerz zu. Aufgrund der Schmerzlokalisation und des plötzlichen Auftretens besteht Verwechslungsgefahr mit ernsthaften Erkrankungen wie Herzinfarkt, Bandscheibenvorfall, Lungen- und Rippenfellentzündung oder Gürtelrose der Brustwand.

Das Problem

 

  • Interkostalnerven werden hinten im Bereich der Wirbel-Rippen-Gelenke oft mechanisch irritiert
       

  • Ursache sind Fehlhaltungen wie Rundrücken, Skoliose, Beckenschiefstand, Bandscheibenleiden…
       

  • Gürtelrose, Lungen-Rippenfell-Entzündung oder Herzinfarkt können ähnliche Beschwerden machen
     

 

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Mobilisation & Manipulation lösen Wirbel-Rippen-Gelenkblockaden meist rasch & zuverlässig
       

  • Ursachenbehebung: Gezielte Optimierung der Wirbelsäulenstatik und 3-D Dynamik
       

  • Bei wiederholtem Auftreten: Selbsthilfe-Klopfmassage.

     

Tipp:

Viele Interkostal-Neuralgien lassen sich durch intuitives und sanftes Durchbewegungen der Wirbelsäule und des Brustkorbs lösen. Auch rhythmisches Klopfen vorne auf den Schmerzpunkt vermag durch mechanische Fortleitung der Klopfimpulse die Gelenkblockierungen zu lösen.

Mit Atem und Bewegung den Brustkorb umformen

 

Definition

Die beiden häufigsten Verformungen des Brustkorbs und des Brustbeins sind Kiel- und Trichterbrust.  Bei der Kielbrust – auch Hühnerbrust genannt – ist der Brustkorb nach vorne vorgewölbt; Bei der Trichterbrust nach innen eingedellt. Daneben gibt es eine Vielzahl von Formvarianten und Asymmetrien des Brustkorbs. Nicht selten versteckt sich dahinter eine vererbbare Erkrankung.

Das Problem

 

  • Beim Säugling und beim Kind besitzt der Brustkorb eine plastische Formbarkeit
       

  • Bei der Kiel- oder Hühnerbrust fehlt dem Brustkorb die Tiefe, bei der Trichterbrust die Breite
       

  • Ohne Therapie passen sich die Brustwirbelsäule und die Brustmuskulatur der Fehlform oft an – anstatt korrigierend zu dagegenzuhalten.

 

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Atemlenkung des Brustkorbs in die Breite bei der Kielbrust beziehungsweise in die Tiefe  bei Trichterbrust
       

  • Plastische Formung des Brustkorbs durch dreidimensionales Öffnen bei der Trichterbrust beziehungsweise Schliessen bei der Kielbrust
       

  • Korrektur mittels eines gezielten Krafttrainings der Schulter-, Brust- und Rückenmuskulatur.
     

 

Tipp:

Im Kindesalter Saugglocke & Kompressionstherapie; im Erwachsenenalter Spiraldynamik® und Krafttraining.

Zu wenig oder zu viel Luft

 

Definition
Atemnot definiert sich als subjektive Empfindung, nicht genug Luft zu bekommen. Unterschieden werden vier Schweregrade: I° Atemnot bei starker Anstrengung, II° beim Treppensteigen, III° beim Gehen auf ebener Strasse und IV° Atemnot in Ruhe. Die Ursachen reichen von der Beeinträchtigung der Atemwege (z.B. Asthma) über Lungenkrankheiten (z.B. Lungenfibrose) bis hin zu Problemen von Blut- und Gasaustausch und psychosomatischen Beschwerden. Mit Abstand am häufigsten sind die obstruktiven Lungenerkrankungen vom Typ Asthma / COPD / Emphysem gefolgt von den restriktiven Lungenerkrankungen vom Typ Lungenfibrose.

Das Problem

  • Beim Asthma sind die feinen Atemwege (Bronchien) verengt und die Lunge überbläht. Es hat zu viel Luft in der Lunge, die Luft kommt nicht mehr raus
       

  • Bei der Lungenfibrose wird die Lunge unelastisch und ist geschrumpft – es kommt zu wenig Luft in die Lunge hinein
       

  • Der Brustkorb passt sich in beide Richtungen an: er überbläht bei den obstruktiven und schrumpft bei den restriktiven Lungenerkrankungen.
     

 

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Die konventionelle Atemtherapie umfasst Inhalation, Lippenbremse, Sekretdrainage, Prophylaxe…
       

  • Die Spiraldynamik® bietet zudem gezielte 3-D Brustkorbmobilität sowie Zwerchfell- & Atemmuskulaturtraining
       

  • Singen unterstützt wirksam die natürliche Atemregulation.
     

 

Tipp:

Der Spirotiger® und seine Einsatzmöglichkeiten sind viel zu wenig bekannt. Das Computer assistierte und Luftgas gesteuerte Ausdauertraining der Atemmuskulatur vermag immer wieder Erstaunliches zu bewirken. 

 
 
 
 
 
 

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