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AUFRICHTER NACKEN

Nacken und Hals verbinden die «Steuerzentrale» Kopf mit dem «Betriebssystem» Körper. 

Luft- und Speiseröhre, Wirbelsäule und Rückenmark, Arterien und Venen laufen durch diesen Engpass. Wird der Kopf schildkrötenartig nach vorn geschoben, knickt der Nacken, die gesamte Zirkulation leidet. Nacken- und Kopfschmerz, Arthrose der Halswirbel, Tinnitus und Augenprobleme sind programmiert. Egal ob Bildschirm oder Bühnentanz – Spiraldynamik® vermittelt Knowhow: Eine aufrechte Kopfhaltung fühlt sich gut an, wirkt edel und verleiht Ihrer Stimme Klang. Haltung ist das halbe Leben!

In der Therapie an den Spiraldynamik® Med Centern lernen Sie Bewegungsabläufe um Fehlbelastungen zu vermeiden und/ oder rückgängig zu machen. Ergänzt wird das Angebot durch Tageskurse und Trainingsgruppen. 

KRANKHEITSBILDER

NACKEN

Knick im Genick

Definition

Eine verspannte Nackenmuskulatur stellt die häufigste Ursache von Nackenbeschwerden dar. Oftmals sind Kiefer-, Schulter- und Kopfmuskulatur mitbetroffen, was zur Ausweitung der Beschwerden und zu Spannungskopfschmerzen führen kann. Häufigster Auslöser für die verspannte Nackenmuskulatur ist die Kombination «Fehlhaltung vor dem PC-Bildschirm» plus «Stress in seinen vielfältigen Formen», wobei sich die beiden Faktoren gegenseitig verstärken.

Das Problem

  • Jeder Rundrücken mit vorgeschobenem Kopf zwingt die Nackenmuskulatur zu Dauerhaltearbeit und Verspannung
     

  • Wird dabei der Hinterkopf in den Nacken gezogen, kommt es zum gefürchteten «Knick im Genick»

   

  • Die schmerzhaften Nackenverspannungen weiten sich auf Kopf-, Kiefer- und Kaumuskulatur aus.

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Bringen Sie Ihren Kopf in die angestammte Kronenposition zurück: Über statt vor der Wirbelsäule
       

  • Die tiefe Halsmuskulatur wird tonisiert, die Halsweichteile vorne werden gestrafft.
       

  • Der Nacken ist lang und offen, die Brustwirbelsäule aufgerichtet, das Becken verankert.

Tipp

Unterschieden wird zwischen Mobilisationen (das Gelenk wird gleichmässig bewegt) und Manipulationen (das Gelenk wird impulsartig manipuliert). Bei den Manipulationen wird zwischen feinen (Low Impact) starken Impulsen (High Impact) unterschieden. High Impact Manipulationen an der Halswirbelsäule sind gefährlich und werden von uns abgelehnt: Manipulationen haben gegenüber sanfteren Mobilisationen keinen zusätzlichen Nutzen! Zudem ist es eine Illusion, ein chronisches Problem mit einer akuten Therapie behandeln zu wollen. 

Entspannung – das Ende der Spannung 

 

Definition

Der Begriff Spannungskopfschmerz bezeichnet ziehende Kopfschmerzen mässiger mit mittlerer Intensität. Der Begriff ist ein Sammelbegriff für Kopfschmerzen verschiedener Ursachen, die allesamt zu Verspannungen der Stirn-, Schläfen- oder Hinterhauptsmuskulatur führen. Typisch für den Spannungskopfschmerz sind sein episodisches und links-rechts-symmetrisches Auftreten sowie das Fehlen typischer Hinweise für andere spezifische Kopfschmerzarten.  

Das Problem

 

  • Der Kopf rutscht nach vorne und wird gleichzeitig in den Nacken gezogen
       

  • Die Nackenmuskulatur verspannt und verkürzt sich – mit Ausstrahlung via Hinterhaupt in den Kopf und seitlich in die Kiefergegend
       

  • Es folgen Gelenkblockaden, Schiefhals, Schwindel, Tinnitus, Augenprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten...

Spiraldynamik® Therapie

  • Arbeitsplatz Check: Stuhl, Tisch und Bildschirm müssen optimal auf Ihren Körper eingestellt sein
       

  • Körper- und Kopfhaltung müssen stimmen: der Kopf ruht über und nicht vor dem Körper, der Nacken bleibt lang und ohne Knick
       

  • Achtsamkeitstraining mit dem Fokus «Entspannung der Nacken-, Kopf- und Kiefermuskulatur»

 

Tipp

 

Die Behandlung des Kopfschmerzes richtet sich nach der Ursache: Falsch eingestellte Brillengläser, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Migräne in allen Varianten, Malokklusion der Zähne, verspannte Kiefermuskulatur, psychoemotionaler Stress. Die mit Abstand häufigste Ursache des Kopfschmerzes ist der Spannungskopfschmerz – eine unguter Mix von Dauer-Fehlbelastung und Dauer-Stress.

Gefässkrampf und Botenstoffe

Definition

Die Migräne ist gekennzeichnet durch Halbseitenkopfschmerzen begleitet von vegetativen Symptomen wie Lichtscheu, Übelkeit und Erbrechen. Fakultativ hinzukommen Sehstörungen – klassisch ist das Sehen einer Aura. Als Ursache diskutiert werden genetische Veranlagung, Gefässkrämpfe mit Minderdurchblutung, Nervenreizungen sowie Verschiebungen der Botenstoffe (Serotonin) im Gehirn.

Das Problem

 

  • Muskelverspannungen im Nacken spielen eine Rolle als Auslöser (Trigger) der Migräne
       

  • Der Sympathikus-Grenzstrang beidseits der Halswirbelsäule beeinflusst die Gefässregulation
       

  • Chronische Irritation der Wirbelgelenke und des Grenzstrang wirken als negative Co-Faktoren im Langzeitverlauf.

 

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Bei Mischformen von Migräne und Spannungskopfschmerz können Erfolge erzielt werden
       

  • Fokus: Mechanische Entlastung der Nackenmuskulatur, des Grenzstrangs und der Kopfgelenke
       

  • Die Gefässkrämpfe im Gehirn und die Verschiebungen der Botenstoffe  können mittels funktioneller Therapie nicht direkt beeinflusst werden und gehören in die Domaine der Pharmakotherapie.

 

Tipp:

Bei Fehlen der Spannungskopfschmerz-Komponente ist von einer Spiraldynamik® Therapie keine Wirkung zu erwarten.

Verschleiss der Halswirbelsäule

Definition

«Arthrose der Halswirbelsäule» schmerzhafte Abnützung der Halswirbel durch vorzeitigen oder übermässigen Verschleiss der Bandscheiben und der Wirbelgelenke. Betroffen ist meist die untere Halswirbelsäule (3.-7. Halswirbel), seltener die Kopfgelenke (0.-1.-2. Halswirbel). 

Das Problem

  • Rundrücken mit Vorverlagerung des Kopfes führt zur chronischen Fehlbelastung der Halswirbel
       

  • Der Knick im Genicklabilisiert die kleinen Wirbelgelenke, vorzeitiger Verschleiss ist programmiert 
       

  • Die tiefe Halsmuskulatur ist überdehnt und schwach; Es fehlt an Kraft, Stabilität und Aufrichtung.

 

Spiraldynamik® Therapie

  • «Öffnen des Nackens» durch gezielte Entspannung der tiefen Nackenmuskulatur
       

  • Gezielte Aktivierung der tiefen Halsmuskultur zur segmentalen Stabilisierung der Halswirbel
       

  • Verbesserte Drehbeweglichkeit der meist steifen Brustwirbelsäule entlastet die Halswirbelsäule.
     

Tipp:

Tragen Sie Ihrer Halswirbelsäule Sorge – sie ist empfindlich! Die Faustregel lautet: Je früher desto präventiver, je später desto therapeutischer und noch später desto chirurgischer. 

Schmerzausstrahlung in den Arm

 

Definition

Der Bandscheibenvorfall entsteht durch Rissbildung im Faserring der Bandscheibe, es kommt zum Austritt von Bandscheibenmaterial zur Seite hin oder gerade nach hinten. Je nach Lokalisation und Ausmass kommt es zur mechanischen und chemischen Reizung und Schädigung von Nervenwurzeln – was die typischen Beschwerden erklärt: Schmerz, Taubheitsgefühl und Lähmung im Arm. Typisch ist die Schmerzverstärkung beim Tragen von Lasten oder bei ungünstiger Kopfhaltung z.B. Liegen in Seitlage mit angewinkeltem Nacken. Das Auftreten von Schmerz, Taubheitsgefühl und Lähmung in beiden Armen oder gar in beiden Armen und Beinen weist auf eine drohende Querschnittslähmung hin und ist medizinisch ein absoluter Notfall. 

Das Problem

  • Wegbereitend sind oberer Rundrücken, thorakozervikale Stufenbildung mit Lordoseknick im Nacken
       

  • Drehbewegungen im geknickten Hohlnacken scheuern die zervikalen Bandscheiben (C5-7) durch
       

  • Durch feine Risse quillt Bandscheibenmaterial, Auslöser sind Fehlbelastung und Trainingsmangel.

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Gezielte Entlastung der Nervenwurzel in Abhängigkeit zur Lokalisation des Bandscheibenvorfalls
       

  • 1-3 Monate die Halswirbelsäule axial stabilisieren, grosse Bewegungen und schwere Lasten meiden
       

  • Nach der Akutphase Fehlbelastungen identifizieren, korrigieren und tiefe Muskulatur kräftigen.

 

Tipp:

Hauptindikationen für einen operativen Eingriff sind:  

  1.  Notfallmässige Bandscheibenoperation bei Schmerz, Taubheitsgefühl und Lähmung in beiden Armen (und/oder Beinen) sowie bei Funktionsstörungen von Darm und Harnblase

  2. Reguläre Bandscheibenoperation bei Auftreten von Lähmung und Taubheitsgefühl im Arm oder bei andauernd starken und therapieresistenten Schmerzen. Wir empfehlen für den Regelfall die reine Dekompression. Falls die Wirbelsäule zusätzlich stabilisiert werden muss, bevorzugen wir den Einsatz einer künstlichen Bandscheibe weil so die segmentale Beweglichkeit erhalten bleibt.

Nach der Bandscheibenoperation ist mit einer Abnahme der Armschmerzen und einer Zunahme der Nackenschmerzen zu rechnen.  In 10-20 Prozent der Fälle muss aufgrund einer Blutung, Entzündung, eines erneuten Bandscheibenvorfalls oder aufgrund von Narbenbildung im Verlaufe eines Jahres erneut operiert werden.

Erschütterung mit Langzeitfolgen

Definition

Das «Schleudertrauma» der Halswirbelsäule entsteht meist durch Autounfälle, aber auch auf der Achterbahn oder im Sport - beispielsweise beim Ringen oder beim Boxen. Der Kopf wird ruckartig und peitschenartig beschleunigt, bei der Frontalkollision nach vorne, bei der Heckkollision nach hinten. Akut kommt es meist zu Überdehnungen und Zerrungen von Muskeln und Bändern (Grad I und II); seltener kommt es zu Bandscheibenrissen und Wirbelfrakturen, Verletzungen der Nerven oder des Rückenmarks (Grad III und IV).
Bei den leichteren Formen (Grad I und II) klingen die Beschwerden meist innerhalb von Tagen oder Wochen ab. In etwa 10 Prozent der Fälle kommt es allerdings zu bleibenden Beschwerden – zu einer chronischen Schleudertrauma-Krankheit mit schmerzhafter Muskelverspannung im Nacken, ausstrahlenden Schmerzen, vegetativen Begleitsymptomen (Übelkeit, Schwindel und Tinnitus) Wahrnehmungsverzerrungen, Konzentrationsschwäche und chronischer Müdigkeit. 

Das Problem

  • Die typischen Schleudertrauma-Beschwerden sind in der Bildgebung meist «nicht sichtbar» und werden daher in Frage gestellt. Vielen Patienten wäre geholfen, würden ihre Beschwerden akzeptiert
       

  • Eine chronische Fehlhaltung mit Rundrücken, vorverlagertem Kopf und geknickter Halswirbelsäuleträgt zur Chronifizierung von Schmerz und Instabilität bei
       

  • Bei Instabilitätsgefühl ist die segmentale Aktivierung der tiefen Hals- und Nackenmuskulatur wichtig

 

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Prävention: Sicherheitsgurt, Nackenstütze, Blick geradeaus, aktive Stabilisierung vor dem Aufprall
       

  • Akut: Ultrafeine Bewegungen reduzieren Verspannung, Schmerz und Angst und stabilisieren den Kopf
       

  • Chronisch: Segmentale 3-D Kräftigung der tiefen Hals- und Nackenmuskeln; Aufrichtung der Brustwirbelsäule.

 

Tipp:

Mobilisierung der Brustwirbelsäule und gezielte Aktivierung der tiefen Halsmuskulatur lindert die Beschwerden und hilft Chronifizierung zu vermeiden. 

 
 
 
 
 
 

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