BECKEN

BECKENSCHIEFSTAND

ISG-BESCHWERDEN

 

BECKENBODEN

 

 

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VITALES BECKEN

Das Becken heisst nicht nur so – es ist auch eins: Geschützt durch Knochen, gestützt durch Muskelschichten, gefüllt mit lebenswichtigen Organen.

Der Beckenboden stützt die Organe, garantiert die Kontinenz und stabilisiert Schritt für Schritt das Iliosakralgelenk auf der Standbeinseite. Kippt das Becken ins Hohlkreuz, gerät sein Inhalt in Schräglage. Steht das Becken schief – mit oder ohne Beinlängendifferenz – gerät es aus den Fugen, zudem werden die kleinen Gelenke der Lendenwirbelsäule einseitig belastet.

Spiraldynamik® hilft Ihnen, die eigene Mitte wieder zu finden.
In der Therapie an den Spiraldynamik® Med Centern lernen Sie Bewegungsabläufe um Fehlbelastungen zu vermeiden und/ oder rückgängig zu machen. Ergänzt wird das Angebot durch Tageskurse und Trainingsgruppen.

KRANKHEITSBILDER

BECKEN

Funktionell, Beinlängendifferenz, Skoliose

 

Definition

Der Begriff Beckenschiefstand bezieht sich auf die Links-rechts-Symmetrie im Stehen. Ursächlich unterschieden werden in absteigender Häufigkeit: 

a) Gewohnheitsmässiger Schiefstand ohne strukturelle Ursache;

b) 3-D Verdrehungen des Beckens und der Iliosakralgelenke;

c) Wirbelsäulenverkrümmungen z.B. Skoliose;

d) Echte Beinlängendifferenz.
 

Hinweis: a) und b) werden als funktioneller Beckenschiefstand bezeichnet;

c) und d) als struktureller Beckenschiefstand.

Das Problem

  • Bei der 3-D Verdrehung des Beckens ist die höhere Seite meist die nach vorne gedreht.

  • Bei Beinlängendifferenzen wird das Becken auf einer Seite nach oben geschoben

  • Bei Wirbelsäulenkrümmungen (Skoliose) wird das Becken auf einer Seite hochgezogen.

Spiraldynamik® Therapie

 

  • Funktioneller Ausgleich des Beckenschiefstandes auf der Treppe, beim Gehen, im Sport

  • Funktionelle 3-D Bewegungen des Beckens vermögen der Wirbelsäulenverkrümmungen entgegen zu wirken
     

  • Situativ zudem Mobilisierung Iliosakralgelenke, Aktivierung des Beckenboden oder Einlagen

Tipp

Ist der Beckenschiefstand erst einmal verinnerlicht hat – und dies ist bei den meisten Menschen der Fall – wirkt Bewegung problemverstärkend: der Mensch steht, geht und läuft mit schiefem Becken. Das verinnerlichte Programm lässt sich leicht umprogrammiert: Bewegung wirkt ab sofort ausgleichend statt problemverstärkend.

Zwischen Blockade und Instabilität

 

Definition

ISG Beschwerden sind ein Sammelbegriff für Beschwerden im Bereich des Kreuzbein-Darmbeingelenks. Die beiden wichtigsten Probleme sind die „Blockierung“ und die „Instabilität“. Die klinische Abgrenzung zu ausstrahlenden Kreuzbeschwerden ist weder einfach noch immer möglich.  Das ISG ist ein grossflächiges und flaches Gelenk, Es bietet mehr Gelenkspiel denn richtige Gelenkbeweglichkeit und garantiert so – zusammen mit der Schambeinfuge – die Elastizität des Beckenrings.

Das Problem

 

  • Instabilität: durch Insuffizienz oder falsches Timing der Beckenbodenmuskulatur

  • Blockade: Das Gelenkspiel in einem oder in beiden ISG geht verloren weil es nicht genutzt wird
     

  • Sonderfälle sind Unfall (Beckenringfraktur), Geburt (Beckensprengung) und Entzündung  (Bechterew)

Spiraldynamik® Therapie

  • Instabilität: Rhythmisch-funktionelle Aktivierung des Beckenbodens beim Gehen (Standbein)

 

  • Blockade: Funktionelle Mobilisierung beim Gehen (Spielbein); Situativ manuelle Mobilisierung

  • Situative Unterstützung durch gezieltes Krafttraining und ISG-Gurt

 

Tipp

Beckenbodentraining und richtiges Timing sind nachhaltiger als ewiges passives «Richten». Vor einer operativen Versteifung ist zwingend eine diagnostische Infiltration erforderlich: Die Schmerzen müssen für ein paar Stunden verschwinden.

 
 
 

Zwischen Inkontinenz und Obstruktion

 

Definition

Beckenbodenbeschwerden umfassen zwei Gruppen von Störungen: Inkontinenz und Obstruktion
Inkontinenz: Ungewollter Abgang von Urin oder Stuhl oder beidem

 

Es gibt zwei Unterformen der Urininkontinenz: Stressinkontinenz und Dranginkontinenz
 

Obstruktion: Verstopfung, Urinabflussstörung und Vaginismus als komplexe Funktionsstörungen
 

Beide Problemkreise können zusätzlich mit Senkungserscheinungen vergesellschaftet sein.

Das Problem

  • Inkontinenz: Fehlende Beckenbodenaktivität im Alltag; ungenügendes Blasentraining

  • Obstruktion: Fehlende Entspannung des Beckenbodens im Alltag

  • Sonderfall: Geburtsbedingte Inkontinenz (höheren Grades) mit
     

Spiraldynamik® Therapie

  • Beckenbodentraining in beide Richtungen: Spannkraft und Entspannung

  • Natürliches Spannkrafttraining erfolgt beim Gehen, Joggen, Treppab, Singen und im Wochenbett

  • Natürliches Entspannungstraining: Atmung, Sitzen, Liegen, Sexualität und Geburtsvorbereitung

 

 

Tipp:

Das Wichtigste beim Beckenbodentraining sind Wahrnehmung, Timing und Schnellkraft. Der Beckenboden muss sich beim Lachen, Husten oder auf Treppe innert 200 Millisekunden kräftig anspannen. Genau das muss geübt werden, soll das Beckenboden Funktionstraining nachhaltig nutzen.